Info-Tel: +49(0)8321 7884646 | E-Mail: info@erzgruben.de

  • Erzgruben Erlebniswelt

GEOLOGIE-HÜTTE

Wenn die Eingangstüre geöffnet wird, präsentieren sich gleich an Pylonen markante Jahreszahlen aus der Geschichte des Eisenerzbergbaus am Grünten. Sei es der Streit um die Bergrechte zwischen dem Fürstbischof von Augsburg mit dem Grafen von Monfort-Rothenfels aus Immenstadt im Jahr 1471, das „Holzregal“ aus dem Jahr 1575, das die Verwendung von Holz für den Hausbrand in den Gehöften in Burgberg beschränkte, weil eben viel Holz für die Kohlemeiler und Eisengewinnung benötigt wurde, oder 1856 die endgültige Einstellung des Bergbaus am Grünten, da nach dem Bau der Bahnlinie in das südliche Oberallgäu besseres und billigeres Eisen bis von Schweden oder England hierher kam.

Von Professor Dr. Herbert Scholz von der Technischen Universität München, einem profunden Kenner der Geologie des Allgäus, aber auch der Bergbaugeschichte, ist dargestellt, wie sich das Allgäu – und hier besonders der Grünten – im Laufe der Millionen von Jahren entwickelt hat.

Mineralien, die auch am Grünten, dem „Wächter des Allgäus“ zu finden sind, werden in einer Vitrine ausgestellt. Ebenso die höchste Begehrlichkeit der Knappen: das Reicherz mit einem Eisenanteil von max. 35%.

Für Kinder wie auch für Erwachsene besonders spannend sind die zahlreichen Versteinerungen aus der Sammlung von Alex Müller. Wo genau die Fundorte sind, bleibt natürlich ein Geheimnis. Doch so viel sei gesagt, dass es auch nicht allzu weit unter dem Grüntengipfel versteinerte Haifischzähne, Seeigel, Krabben, verschiedene Muscheln und Schnecken und sogar Austern gibt. Dort wo heute der Grüntensender und das Denkmal stehen, war früher – vor 60 Millionen Jahren – wohl ein großer Fluss der nördlich von Kempten in ein flaches Schelfmeer mündete.

Eisenhaltige Ablagerungen in diesem Flussdelta sind die Grundlage für die Erzschichten im Nummulitenkalk am Grünten – die Faltung der Alpen tat ihr Übriges dazu.

Erahnen Sie die gewaltige Kraft der Natur über die Millionen von Jahren und bestaunen Sie die wunderbar erhaltenen Versteinerungen!